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Rudi Ullrich: Bildungsangebote der blista erfahren bundesweit großen Zuspruch – Schulerweiterungsbau soll Raumnot lindern

"Schon seit Anfang der neunziger Jahre haben wir uns bemüht, die notwendigen finanziellen Mittel für eine Verbesserung der Raumsituation an der Carl-Strehl-Schule zu beschaffen", sagte der Vorsitzende der blista Jürgen Hertlein beim ersten offiziellen Spatenstich für den Neubau. Im Beisein der gesamten Schulgemeinde und vieler Vertreter aus der Politik wurde der Startschuss für das neue Gebäude gegeben, das der Jahrgangsstufe 5 und 6 sowie dem musischen Bereich eine neue Heimat sein wird. Auch der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel freut sich über den Neubau und sieht darin eine Stärkung des Bildungsstandortes Marburg.

Bis die neuen Räumlichkeiten zu Beginn des Schuljahres 2007/08 bezogen werden können, wartet eine unruhige Zeit mit dem unvermeidlichen Baulärm auf Schüler und Lehrer. Schulleiter Dr. Matthias Weström unterstreicht im Namen aller Beteiligten, dass es sich lohnen wird, diese Unannehmlichkeiten durchzustehen. "Denn Pädagogik braucht Raum", betont er in einer kurzen Ansprache und zeigt sich überzeugt, dass sich am Ende die jetzige, zum Teil sehr beengte Raumsituation entspannen wird, und zusätzlich ein wunderschöner Aufführungsraum für die vielen Aktivitäten im Bereich Musik und Theater entsteht.

Die Raumsituation hatte sich in den letzten Jahren durch die Einführung der gymnasialen Eingangsstufe 5/6 1998 und die Weiterentwicklung des Bildungsangebotes noch einmal drastisch verschlechtert. Der starke Zuspruch, den diese neuen Bildungsangebote bundesweit gefunden haben, unterstreicht aber auch die Bedeutung der blista in Marburg als wesentlicher Bildungsstandort in Deutschland für sehbehinderte und blinde Jugendliche. Zurzeit werden fast 300 Schüler, Auszubildende und Rehabilitanden am Standort Marburg betreut und gefördert.

In der Vergangenheit mussten Schulträger und Schule in Absprache mit der Schulaufsicht zum Teil durch Notlösungen den ordnungsgemäßen Unterrichtsablauf sicherstellen. So wurde zum Beispiel ein Archivkeller genutzt, zwei Klassen in einem Pavillon untergebracht und die Berufsschule ausgelagert.

Der Neubau soll aber auch für die stark sehbehinderten Schülerinnen und Schüler bessere Rahmenbedingungen zum Lernen schaffen. Eine optimale blendfreie Beleuchtung ist genau so vorgesehen, wie die Möglichkeit, alle Räume mit einem bis zur Verdunklung reichenden äußeren Sonnenschutz zu versehen.

Der voraussichtliche Baubeginn ist der 20. Februar, also nach dem nächsten Elternsprechtag. Wir werden sie in der blista-news, aber auch auf unserer Homepage www.blista.de über den Fortgang der Arbeiten auf dem Laufenden halten.

Die Baukosten betragen ca. 3,5 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel der Kosten werden vom Land Hessen und dem Landeswohlfahrtsverband Hessen getragen. Daneben wird der Bau auch durch die "Paul und Charlotte Kniese-Stiftung" und die "Dr. Georg Blindenstiftung" mit zinslosen Darlehen bzw. Zinsvergünstigungen gefördert.

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