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Wie in jedem Jahr veranstaltete die Fachgruppe auch 2005 ein Seminar für blinde und sehbehinderte Studierende und Auszubildende, in dem der Erfahrungsaustausch von blinden und sehbehinderten Menschen gefördert wird und Weiterbildungsmöglichkeiten geboten werden sollen.
Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf dem Thema Präsentation und Kommunikation (es ging sowohl um den beruflichen wie auch studentischen Alltag). Besonders interessant waren hier die praktischen Übungen, die der eingeladene Referent Dr. Klaus-Peter Pfeiffer der Gruppe anbot. Herr Pfeiffer ist langjähriger Coach und Trainer im Bereich Personalentwicklung und selbst sehbehindert. Es kam bei der Frage nach dem kommunikativen Erscheinungsbild der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung besonders deutlich zum Ausdruck. Angeregt diskutiert wurde die Frage, wie sehr man sich bei der Suche nach einem geeigneten Beruf über die Behinderung definieren darf. Dabei kam einerseits das Bedürfnis zum Ausdruck, die Grenzen, die aufgrund der Behinderung sichtbar werden, zu erkennen, andererseits wurde festgestellt, dass es zu viele Einschränkungen gibt, wenn dieses Bedürfnis zu stark im Vordergrund steht.
Welche Probleme es bei einem Berufseinstieg in den Rundfunk gibt, erörterte der Referent Peter Beck, Redakteur beim Südwestrundfunk, in einem sprachlich brillanten und inhaltlich gelungenen Referat. Er kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass - bedingt durch die Sparzwänge und durch die im Rundfunk immer stärker geforderten schauspielerischen Fähigkeiten für öffentliche Präsentationen - ein Berufseinstieg für einen blinden bzw. sehbehinderten Menschen schwierig ist.
In einer Diskussion über den Informationsdienst unserer Fachgruppe stellte sich zunächst die neue Redaktion vor. Dabei präsentierte eine unserer Redakteurinnen Themenvorschläge und Gestaltungsmöglichkeiten, die bei der Produktion unseres Mediums bald zum Einsatz kommen sollen (beispielsweise soll die Zeitschrift mehr feste Rubriken enthalten, als dies vorher der Fall war. Feste Bestandteile der Hör-Zeitschrift sollen in Zukunft Berichte und Interviews über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie politische Themen aus dem Bereich Hochschule sein). Anschließend boten die Teilnehmenden des Seminars Hilfe bei einzelnen Beiträgen an und unterbreiteten weitere Themenvorschläge.
Um das Programm abzurunden, wurden zwei Hilfsmittelfirmen (Frank Audiodata/Baum und Odissa Ek) eingeladen, die computergestützte Hilfsmittel für das Studium und andere praktische Hilfsmittel vorführten.
Aus der abschließenden Seminarkritik der Teilnehmenden war zu entnehmen, dass die Seminaratmosphäre sehr angenehm und die Themenauswahl gut gelungen war. Die Leitung der Fachgruppe Ausbildung freut sich auch 2006 auf ein interessantes Seminar mit einem genauso breiten Themenspektrum.
Die Fachgruppenleitung dankt in diesem Zusammenhang dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die finanzielle Unterstützung.
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