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"Leider nicht in D-Moll", entschuldigte sich der Komponist Rainer Husel, "das hätte ja zur DVBS-Weihnachtsfeier besser gepasst." Aber, was könne man schließlich machen, das Stück gab es ja schon. Allerdings nicht in der Form, wie es hier vorgeführt wurde, nämlich für zwei Stimmen, Gitarre und Flöte.
Die vorweihnachtliche Feier des Bezirks Hessen-Thüringen schien dem Komponisten wohl bedeutsam genug, um sein Stück für Flöte und Gitarre dafür umzuschreiben. Als er dann am 3. Dezember in Marburg im wunderschön adventlich dekorierten Restaurant zusammen mit Andrea Katemann, die ihre Flöte warm und wunderschön voll erklingen ließ, seine Suite vorspielte, hatten sie 35 mucksmäuschenstille Zuhörer. Mit langem, herzlichem Applaus bedankten sich die Gäste für dieses musikalische Highlight, das ja schließlich darüber hinaus noch eine Premiere war.
Wenn auch nicht so musikalisch hochkarätig, musikalisch munter blieb es. Zur Gitarre und Flöte gesellten sich noch ein Akkordeon und viel sangesfreudiges Volk. Das war so fröhlicher Stimmung, dass das eine oder andere Lied nicht recht in den adventlichen Kanon passen wollte, wohl aber in die "fünfte Jahreszeit".
Nicht nur das gesungene, auch das gesprochene Wort war an diesem Nachmittag reichlich vernehmbar. Man hatte sich viel zu erzählen und etliche "Neuankömmlinge" im Kreis der getreuen Weihnachtsfeierer zu begrüßen. Ganz schnell entstand Gesprächskontakt, denn wer an dem adventlichen Ratespiel teilnehmen wollte, der musste sich bei den anderen Gästen Rat holen. Nur wer die weit verstreuten Informationen sammelte hatte die Chance, die beiden gesuchten Begriffe zu erraten.
Natürlich gab es auch Leckeres zu essen und zu trinken! Das nachmittägliche Kuchenessen war eine gute Gelegenheit, einer witzig-spritzigen Geschichte zuzuhören, die sich mit einer Familie beschäftigte, deren Weihnachtsbaum ach so früh das Nadeln anfing.
Ach ja, da gab es ja noch was: Unsere Tombola! Traditionsgemäß zusammengestellt aus privaten Spenden, haben die Einnahmen aus dem Losverkauf auch dieses Mal ausgereicht, um Isabel, unsere charmant aufmerksame Adventsfeierassistenz, angemessen zu entlohnen.
Aber auch ohne dies hätten wir dieses Mal Isabel nicht ohne Entgelt nach Hause schicken müssen. Denn wir bekamen Besuch, der uns eine milde Gabe mitbrachte. Das war nicht etwa Sankt Nikolaus, der sich verfrüht hatte. Nein, zu unserer Freude beehrte uns der Stadtverordneten-Vorsteher, Heinrich Löwer, mit seinem Besuch. Wenngleich wir nicht die einzige terminliche Verpflichtung für ihn waren, nahm er sich doch Zeit für ein freundliches Grußwort und einen kleinen Schwatz. Er freute sich über ein eigens für ihn gesungenes Lied von Rainer Husel.
Es war längst schon Abend, als die letzten Gäste, bevor sie gingen, sich in die Hand versprachen: Alle Jahre wieder!
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