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Am Samstag, dem 3. März 2007 trafen sich 16 blinde und sehbehinderte Mitglieder des Bezirks Rheinland und deren Begleitpersonen zum diesjährigen Bezirksgruppentreffen in Bonn. Leider waren der Einladung keine Mitglieder aus der benachbarten Bezirksgruppe Saarland gefolgt. Aus der Bezirksgruppe Ruhrgebiet nahm deren Leiterin, Frau Dr. Annelie Fischer-Thunemeyer, als Gast an unserem Treffen teil.
Den Schwerpunkt der Versammlung bildete neben der Neuwahl der Bezirksleitung ein Vortrag zum Thema "Immer wieder ein Erlebnis: Das Reisen mit der Deutschen Bahn - Schwerpunkte und neuere Entwicklungen der Behindertenpolitik der DB". Zu diesem spannenden und für alle sehr interessanten Komplex konnten wir Herrn Reiner Hahn als Referenten gewinnen. Herr Hahn gehört dem DVBS an und arbeitet in der Kontaktstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten der Deutschen Bahn AG (DB).
In seinem sehr informativen Vortrag stellte uns Herr Hahn zunächst die vielfältigen Aufgaben seiner Dienststelle vor: Die seit dem 1. Juli 2002 eingerichtete Kontaktstelle koordiniert alle Aktivitäten innerhalb der DB bezüglich der behinderungsspezifischen Belange von Bahnreisenden, Behindertenverbänden und politischen Gremien, sie definiert Marketinganforderungen aus Sicht der behinderten Kunden und entwickelt, steuert und setzt innovative Servicekonzepte für mobilitätseingeschränkte Reisende um.
Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet dabei die Umsetzung der Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BGG). Hierzu hat die DB u. a. ein Programm aufgestellt, das die Einführung neuer und den Ausbau vorhandener Standards zum barrierefreien Reisen zum Ziel hat. Dabei sollen die Serviceleistungen für mobilitätseingeschränkte Reisende entlang der Reisekette sukzessive ausgebaut sowie den spezifischen Bedürfnissen von behinderten Menschen in der Kommunikation und in den Services in besonderem Maße Rechnung getragen werden. Hierzu gehören z. B. die behindertengerechte Ausgestaltung von Zügen, Einstiegshilfen, Toiletten, Informationssysteme, die Barrierefreiheit von Bahnhöfen, Ein-, Um- und Ausstiegsservice, Rampen, Lifte und Leitsysteme. Dieses Programm, das zu einer gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen am Leistungsangebot der DB führen soll, wird auch in Zukunft immer wieder angepasst und fortgeschrieben.
In einem zweiten Schwerpunkt seines Referates stellte Herr Hahn die Arbeit der Mobilitätszentrale vor, die unter der Rufnummer 01805 512512 Reiseinformationen für behinderte Bahnreisende gibt, bei der Organisation einer Reise behilflich ist sowie die Ausstellung von Fahrscheinen und die Reservierung von Sitzplätzen ermöglicht. Diese Einrichtung wird von behinderten Menschen zunehmend in Anspruch genommen.
Weiter berichtete Herr Hahn über die Zusammenarbeit der DB mit den Behindertenverbänden und schilderte insbesondere den regen Austausch und Dialog mit dem Deutschen Behindertenrat und dem gemeinsamen Fachausschuss für Umwelt und Verkehr.
Schließlich hatten wir noch genügend Raum, um Fragen zu stellen und Probleme aufzuzeigen, die uns beim Reisen mit der Bahn immer wieder begegnen. Hier ging es schwerpunktmäßig um die Ansagen in den Zügen, insbesondere die Angabe der Ausstiegsrichtung, die Türöffnervarianten, verschiedene Wagentypen, die Anordnung und Nummerierung von Sitzplätzen und vieles mehr. Herr Hahn stand uns als kompetenter und geduldiger Ansprechpartner für alle Themen zur Verfügung.
Bei den anschließenden Wahlen für das Leitungsteam wurde Frau Elisabeth Stiebeling aus Düsseldorf als neue Bezirksgruppenleiterin gewählt. Weitere Mitglieder im Leitungsteam sind Frau Anja Geißler aus Mainz und Herr Klaus Sommer aus Koblenz.
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