horus

Startseite > horus & Broschüren > 5/2007

horus & Broschüren

Suche

Suchen Sie in horus aktuell, unserem Newsletter, und horus online, unserer Vereinszeitschrift:

Suchbegriff:


Suchen in:


Uwe Boysen: Vorangestellt

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitglieder,

wie funktioniert eigentlich das Gehirn bei Menschen, die nicht mehr sehen können?

Mit dieser Frage hat sich der horus schon gelegentlich beschäftigt (vgl. etwa Röder in H. 1/2004), aber noch nie so intensiv, wie es Oliver Sacks in dieser Ausgabe tut.

Dass er dabei auch ein DVBS-Mitglied, nämlich Sabriye Tenberken, in seine Überlegungen einbezieht, ehrt uns natürlich.

Anders als Brigitte Röder geht es ihm bei dieser Untersuchung aber nicht so sehr um die physiologischen Prozesse, sondern mehr um die Kraft der Vorstellungen. Vorstellungskraft, ja, die brauchen wir sowohl in unserem Alltag wie auch, wenn wir uns fragen, wie die berufliche und gesellschaftliche Entwicklung für blinde und sehbehinderte Menschen weitergeht, ob wir unsere Positionen im Berufsleben wie im Privatbereich halten können oder ob unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten in der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden und dann - zwangsläufig - irgendwann auch verkümmern.

Besonders wichtig sind solche Fragen nicht für diejenigen, die es geschafft haben, denen es gelungen ist, einen zufriedenstellenden Arbeitsplatz zu finden und einen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen, der ihnen auch in der Freizeit das Gefühl der Integration vermittelt. Von entscheidender Bedeutung sind solche Fragen in erster Linie für Schülerinnen und Schüler und Studierende oder andere in der Ausbildung befindliche Menschen mit Sehproblemen. Ihre Chancen zu verbessern, ihnen dabei aber auch klar zu machen, dass sie sich selbst und solidarisch zusammen mit anderen dafür einsetzen müssen, das ist und bleibt Aufgabe von DVBS und blista.

Wenn materielle Verbesserungen dazu beitragen, so ist die blista diesem Ziel mit der Einweihung ihres Schulneubaus sicherlich ein Stück näher gekommen (siehe den Bericht im blista-Teil). Er kann helfen, die Rahmenbedingungen für Lernende wie Lehrende zu verbessern. Den entscheidenden Schritt, sich die Welt anzueignen, müssen die Schülerinnen und Schüler aber selbst tun, um ihren zukünftigen Weg verantwortlich zu wählen und dabei erfolgreich zu sein.

Das wünscht ihnen und sich

ihr und euer

Uwe Boysen

Zurück zum Inhalt von 5/2007 |horus im Überblick

[Startseite]  Startseite  | [Kontakt]  Kontakt  | [Impressum]  Impressum | [Hilfe]  Hilfe