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Am 13. August eröffnete in Marburg am Erlenring 9, das "Marktdreieck", ein Gebäudekomplex mit verschiedensten Discountern sowie Ärztinnen und Ärzten.
Betritt der Kunde im "Marktdreieck" den 1.900 qm großen Rewe-Markt, begegnet er ungewöhnlichem:
Gleich am Eingang ist ein fühlbarer, für sehbehinderte Menschen stark kontrastierender Leitstreifen, der zu einem taktilen Rewe-Plan - auf dem die Standorte der einzelnen Regale zu fühlen sind - führt. Neben diesem Plan befindet sich ein Verzeichnis in Brailleschrift, das Auskunft über den Standort der einzelnen Lebensmittel gibt. Direkt daneben ist eine Klingel, mit dem Einkaufshilfe geholt werden kann.
Die Preisschilder sind in stark vergrößerter Schrift, die einzelnen Regale sind mit Brailleschrift gekennzeichnet, spezielle Einkaufswagen für gehbehinderte Menschen sowie Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sind ebenfalls vorhanden.
Auch alle Kassenzugänge sind so verbreitert, dass ein bequemes Passieren mit Rollstühlen möglich ist.
"Das Besondere, speziell im Landkreis Marburg-Biedenkopf, ist jedoch", so der Geschäftsführer des Rewe-Marktes Uwe Kranich, "das Blindenleitsystem, denn das Nächste ist erst wieder in Chemnitz zu finden."
"Mein Opa war auch blind, und ich bin damals immer mit ihm einkaufen gegangen, daher weiß ich, wie unübersichtlich die Einkaufsmärkte für blinde und sehbehinderte Menschen sind", fügt Kranich hinzu.
Die Investitionen in das Blindenleitsystem habe Kranich bisher etwa 5.000 Euro gekostet, doch er sei durchaus bereit, noch weitere Verbesserungen vorzunehmen, wenn ältere und behinderte Menschen noch Wünsche haben, sagt er.
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