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Tragbare Computer sollen behinderten Menschen mehr Mobilität im Alltag ermöglichen. Ziel eines europaweiten Forschungsprojektes ist es, bereits vorhandene Techniken an die speziellen Ansprüche von behinderten und älteren Menschen anzupassen. Als einzige Organisation in Deutschland ist die Nürnberger Initiative für Kommunikationswirtschaft (NIK) an dem Vorhaben beteiligt, berichtete Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) am 17. Juli in Nürnberg. Das Projekt, an dem 50 Institutionen aus 13 europäischen Ländern teilnehmen, werde mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert, sagte NIK-Geschäftsführer Michael Nordschild.
Mit Hilfe der Technik soll zum Beispiel möglich werden, dass ein Rollstuhlfahrer unterwegs die Wegbeschreibung zur nächsten behindertengerechten Bushaltestelle auf sein Handy geliefert bekommt. Dabei sollten die tragbaren Geräte einerseits einfach zu bedienen sein, andererseits aber den speziellen und sehr unterschiedlichen Bedürfnissen von Behinderten gerecht werden. "Es gibt keine anspruchsvolleren Nutzer solcher Medien als behinderte Menschen", sagte Nordschild. So habe ein Sehbehinderter andere Bedürfnisse als jemand, der im Rollstuhl sitze. Auf Dauer sollten die Neuentwicklungen sich jedoch an eine breite Zielgruppe richten.
Nürnberg sei nicht nur wegen der guten technischen Voraussetzungen ein geeigneter Forschungsstandort. Darüber hinaus seien dort bereits Inhalte des Projektes vorbereitet worden, die noch technisch umgesetzt werden müssten, betonte Nordschild. So gibt es seit 2005 die Broschüre "Mobil in Nürnberg", die speziell auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausgerichtet ist. Erste Tests sollen bereits Ende dieses Jahres in Nürnberg gemacht werden. Insgesamt läuft das Forschungsprojekt bis September 2008.
(dpa vom 17. Juli 2007)
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