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"Kindern nur Mauern vorsetzen, heißt, ihre Phantasie einzusperren", meinte blista-Direktor Claus Duncker bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste in der bis auf den letzten Stehplatz vollbesetzten neuen Aula der blista. Dass mit dem neuen hellen Gebäude das genaue Gegenteil erreicht werden soll, was nach den ersten Rückmeldungen auch wirklich gelungen scheint, unterstrichen im Anschluss nicht nur die Architekten und der stellvertretende Schulleiter Uwe Sparenberg. Viel anerkennende Zustimmung kam auch von Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Schülerinnen und Schülern.
Die hellen, offenen Räume, in denen die Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie der musische Bereich der Schule ihr neues Zuhause finden, wurden nicht nur nach funktionellen Gesichtspunkten geplant. Sie sollen Kreativität anregen und eine Heimat bieten. Einen besonderen Dank sprach Duncker dem früheren Schulleiter Dr. Matthias Weström und dem ehemaligen blista-Direktor Jürgen Hertlein aus, die sich weit über ein Jahrzehnt immer wieder für diesen Neubau eingesetzten hatten.
In seinem Grußwort betonten Joachim Jacobi, Staatssekretär im hessischen Kultusministerium, die Bedeutung der blista für die Bildung blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland. Er unterstrich dabei vor allem den hohen Qualitätsstandard der Ausbildung, der sich im Sommer dieses Jahres wieder einmal durch die erfolgreiche Teilnahme von 40 Schülerinnen und Schülern am erstmals in Hessen durchgeführten Landesabitur gezeigt habe. Auch Egon Vaupel, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg, hob die engen Kontakte zwischen blista und Stadt hervor und betonte die Bedeutung der blista für den Schulstandort Marburg.
Die eigentlichen Stars der Veranstaltung, und das mussten alle Redner und Musiker neidlos anerkennen, waren die neuen "Hausherren", nämlich die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Mit ihren witzigen, informativen Zwischenmoderationen und manchmal auch kritischen Anmerkungen zu ihrem neuen Gebäude trugen sie unter Anleitung von Karin Edtmüller wesentlich zu einer gelungenen Veranstaltung bei.
Besonderen Anklang fand bei den Zuhörenden auch die Rede von Arno Kraußmann, kaufmännischer Vorstand der blista und maßgeblich verantwortlich für Planung und Umsetzung des Neubaus, die wir hier gerne abdrucken. Er machte noch einmal deutlich, wie viel Engagement und Leidenschaft von vielen Personen in Planung und Umsetzung eingebracht wurde.
Im Anschluss an den kleinen Festakt fand unter dem Motto "Erleben - Ausprobieren - Mitmachen" das inzwischen traditionelle Sommerfest der blista statt, das ausgesprochen gut besucht war.
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