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Nachrichten

Vorstandswahlen, heitere Lieder, Fachgruppentreffen und, und, und...

Es ist wieder so weit: Der DVBS trifft sich in Marburg. Vom 22. bis 24. Mai 2008 jagt ein Termin den nächsten. Am Donnerstagmittag trifft sich zunächst der Vereinsvorstand zur letzten Sitzung seiner Amtsperiode. Abends findet dann im Speisesaal der blista das traditionelle Stelldichein statt.

Am Freitagvormittag tagen zunächst die fachgruppenübergreifenden Arbeitsgemeinschaften des DVBS. Die waren sonst erst nachmittags dran, doch die blista hat Platzprobleme. Nachmittags ist es Zeit für die Fachgruppentreffen. Abends versammelt man sich dann zum gemütlichen Teil, voraussichtlich im TTZ in Marburg.

Musikalischer Gast des Abends ist das Duo "Plückhahn und Vogel" aus Berlin (www.plueckhahn-vogel.de). Dr. Dietrich Plückhahn ist nicht nur DVBS-Mitglied und Jurist, er ist auch Sänger und Texter. In der Hauptstadt und darüber hinaus sind er und Pianist Daniel Vogel längst mehr als ein Geheimtipp. Irgendwo zwischen Liedermacherei und Kabarett ist ihr musikalisches Schaffen anzusiedeln. Doch es gibt Dinge, die kann man nicht beschreiben, die muss man sich anhören. Es lohnt sich!

Wenn sich dann am Samstagvormittag im Cappeler Bürgerhaus die Mitgliederschaft versammelt, steht die Entscheidung darüber an, welche fünf Persönlichkeiten in den nächsten vier Jahren die Geschicke des DVBS lenken werden. Doch vor die Wahlen setzt das Protokoll die Rechenschaftsberichte des derzeitigen Vorstandes. Schließlich soll es um die psychische Verarbeitung von Sehbehinderung gehen: Zu einem Vortrag eingeladen ist die Autorin des Buches "Löwin im Dschungel", Eva-Maria Glofke-Schulz.

Die formelle Einladung kommt Mitte März. Also, bis dann...

Der "Audio-horus" zum Download?

Technisch möglich wäre das. Die DAISY-Produktion dieser Zeitschrift würde ins Internet gestellt. Die Abonnenten erhielten ein Programm, das sie auf ihrem Computer installieren würden. Der Rest ginge beinahe automatisch. Die Marburger Firma "Gaudiobraille" bietet den horus-Herausgebern ihre Unterstützung an. Freilich nicht völlig uneigennützig, denn das Unternehmen vertreibt sowohl portable DAISY-Player als auch eine Software, die solcherlei Download-Automatisierung auch für andere Medien bietet (z. B. Potcasts).

300 Megabyte wären aus dem Netz zu holen. Das ist nur mit einem einigermaßen schnellen Internetanschluss realistisch. So stellt sich die Redaktion die Frage: Was wünschen die Leser? Gibt es wirklich horus-Abonnenten, die für den Preis des Schwarzschrift-Abos die Audiofassung aus dem Netz bekommen wollen? Sagen Sie uns Ihre Meinung, gerne per E-Mail: horus@dvbs-online.de

Wo sind denn die "Personalien"?

Beliebt bei den DVBS-Mitgliedern und Adressjägern: die horus-Rubrik "Personalien". Die Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage lautet: Sie erscheinen nicht mehr im horus, die Personalien, denn diesen erhalten allzu viele Nichtmitglieder. Zu finden sind Hochzeiten, Stellenwechsel, Umzüge und dergleichen von DVBS-Mitgliedern jetzt auf "DVBS-Intern". Die erste Ausgabe dieser neuen DAISY-Vereinszeitschrift erschien im Februar 2008. Mit auf der CD: Das ebenfalls neue DVBS-Hörmagazin "Ansicht".

AG Sehbehinderte wählt neues Leitungsteam

"Burgfest" nennen die Teilnehmer scherzhaft ihr alljährlich stattfindendes Seminar "Nicht sehend, nicht blind". In der Tat sind die Abende richtig gemütlich auf Burg Fürsteneck. Doch von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends wird gearbeitet. In Workshops geht es um Soundbearbeitung am PC, "den richtigen Umgang mit der Sehbehinderung im Alltag", digitale Fotografie etc.

In diesem Jahr stand außerdem die Neuwahl des Leitungsteams der AG auf dem Programm: Drei weitere Jahre steht Norbert Bongarz aus Mannheim an dessen Spitze. Sabine Huver steht ihm weiterhin zur Seite. Drei weitere AG-Mitglieder standen auf und erklärten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Gewählt wurden Dörte Severin, Susan Wepler und Heinz Mehrlich. Pernille Sonne und Werner Gläser stellten sich nicht mehr zur Wahl. Das bedauerte nicht nur Karsten Warnke, der Vizevorsitzende des DVBS, der am Seminar teilnahm. Er dankte den beiden für ihr Engagement und versprach, sich für eine bessere Vernetzung der AG in die Entscheidungsstrukturen des DVBS einzusetzen.

Abschied von Kerstin Probiesch

Nach drei Jahren als BIK-Beraterin schied die 43-Jährige zum 15. Februar 2008 aus dem DVBS-Geschäftsstellenteam aus. Kerstin Probiesch hatte zuvor bereits als Arbeitsplatzassistentin und davor als Textservice-Sprecherin für den Verein gearbeitet. Nun lief das BIK-Projekt aus und damit auch der Arbeitsvertrag der gelernten Religionswissenschaftlerin. Sie will sich selbstständig machen und aus Marburg wegziehen, erzählt sie. "In der ein oder anderen Weise wird man sicher auch künftig zusammenarbeiten", meint DVBS-Geschäftsführer Michael Herbst. Ein BIK-Folgeantrag ist gestellt. Im Internetbereich gibt es immer was zu tun...

"Kerstin verdanken wir nicht nur manch Neuerung im Internetauftritt des Vereins und drum herum", sagt der 42-jährige Herbst, "sie ist vor allem ein wertvoller und stets hilfsbereiter Teamplayer." Die Kollegen lernten bei ihr den richtigen Umgang mit MS-Word, Grundlagen des HTML und die Handhabung des vereinseigenen Internetredaktionssystems. Nebenbei erledigte sie immer wieder entlastende Jobs für die Kollegen. Herzlichen Dank Kerstin, und alles Gute!"

Neue Preise in der Individualaufsprache des DVBS-Textservice

Sie gelten seit dem 1. Januar 2008. Berufstätige zahlen 25 Cent pro Aufspracheminute, Studierende die Hälfte. Für DVBS-Mitglieder entfällt die zusätzliche Bearbeitungsgebühr von drei Euro. Zwischen Erst- und Folgebestellungen wird hingegen nicht mehr unterschieden. Der Grund: Die Käufer können die Kostenübernahme beim Integrationsamt bzw. bei den Sozialämtern beantragen. Dabei hilft nötigenfalls die DVBS-Rechtsberatung.

"Wir mussten diesen längst überfälligen Schritt tun, um der Individualaufsprache überhaupt noch eine Fortführungsperspektive zu eröffnen", erklärt Michael Herbst, der zuständige Geschäftsleiter, die Maßnahme. Seit 2004 produziert der Textservice Individualaufsprachen nur noch für studierende und berufstätige Betroffene. Zuschusskürzungen und -streichungen zwangen jetzt zum Handeln. Kostendeckend sind die Preise bei weitem nicht. Die Individualaufsprache muss sich aus anderen Geschäftsfeldern des Textservice und vor allem über Spenden gegenfinanzieren.

Herbst bittet die Kunden um ihre Unterstützung: "Was bei unseren Seminaren längst Routine ist, die Antragstellung beim Integrationsamt nämlich, sollte doch auch beim Textservice möglich sein."

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