


DVBS-Öffentlichkeitsarbeit: (04. März 2010)

Marburg, 4. März 2010 - Einen Scheck über 10.000 Euro überreichten am vergangenen Mittwoch die Geschäftsführerin der Commerzbank-Stiftung, Dagmar Ruhl, und der Direktor der Marburger Commerzbank-Filiale, Gerd-Bernd Schulmeier, an den Geschäftsführer des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS), Michael Herbst. Das Geld ist für die Beschaffung eines neuen CD-Vervielfältigers bestimmt.
"Wir sind sehr froh, diese Investition nun endlich tätigen zu können", betonte Herbst. Bislang verfügt der Textservice der bundesweit aktiven Selbsthilfeorganisation über nur ein funktionierendes Gerät. "Wenn das gewartet werden muss, kommt es zu Problemen in der Produktion", erklärte er seine Erleichterung. Er dankte der Commerzbankstiftung für ihre kontinuierliche Unterstützung des DVBS und meinte: "Sie sind immer wieder gern gesehene Gäste in unserem Haus."
"Im Textservice produzieren wir vorwiegend Audiofassungen von Fach- und Sachliteratur", beschrieb Andreas Wohnig seinen Aufgabenbereich in der Marburger DVBS-Geschäftsstelle. Der 55-jährige nutzte die Gelegenheit, den Vertretern der Commerzbank das Projekt DIGIT vorzustellen, das er derzeit leitet. Entstehen soll eine Internetplattform, die Blinden und Sehbehinderten dabei hilft, sich selbst Literatur zugänglich zu machen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen.
"Welche Projekte wir fördern, entscheidet ein neutrales und unabhängiges Kuratorium", erläuterte Dagmar Ruhl das Engagement der Commerzbank-Stiftung. Dabei sucht ihr Haus die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Einrichtungen und Organisationen, deren Aktivitäten bundesweit ausstrahlen. "Mit dem DVBS arbeiten wir bereits seit 20 Jahren zusammen und haben ihm im Laufe der Zeit mit circa 100.000 Euro unterstützen können", sagte Frau Ruhl.
Abdruck frei, 1.776 Zeichen im Text.
Kontakt:
Michael Herbst, Geschäftsführer, mobil erreichbar unter 0151 12735217.
E-Mail: herbst@dvbs-online.de
Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) wurde 1916 von Professor Carl Strehl gegründet. Idee und bis heute wichtigste Grundlage der Arbeit ist die bundesweite Selbsthilfe blinder und sehbehinderter Menschen. Laut Schätzungen leben etwa 155.000 Blinde und rund 500.000 Sehbehinderte in Deutschland. Zwei Drittel aller Betroffenen sind älter als 60 Jahre. Die häufigste Ursache für Sehschädigung ist die altersabhängige Makuladegeneration, kurz "AMD".
Zurzeit hat der DVBS ca. 1.400 Mitglieder, die sich in Fach- und Bezirksgruppen für ihre Selbstverwirklichung in Ausbildung, Beruf und Ruhestand engagieren. Eigene Fortbildungen, Informationsdienste, Fachliteratur auf CD-ROM tragen dazu bei.
Eine Säule in der Arbeit des DVBS ist die Beratung blinder und sehbehinderter Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. In der hauseigenen Rechtsberatung erhalten die Mitglieder Unterstützung im Kampf u. a. um Hilfsmittel und Nachteilsausgleiche. Der DVBS-Textservice setzt Fach- und Sachliteratur für Blinde und Sehbehinderte um, akustisch, digital oder in Punktschrift. Der Textservice arbeitet auch für Organisationen und Unternehmen, die sich an Blinde und Sehbehinderte wenden möchten.
Die Commerzbank-Stiftung wurde 1970 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Commerzbank AG in Hamburg gegründet. Sie dient als ein Instrument der Commerzbank-Gruppe zur Umsetzung ihres gesellschaftlichen Engagements. In der Tradition einer bürgerlichen Stiftung wurden in der Stiftungssatzung die Förderzwecke bewusst weit gefasst, so dass die Stiftung auf allen Gebieten der Gemeinnützigkeit tätig werden kann. Das Stiftungskapital wurde - entsprechend den wachsenden Aufgaben der Stiftung - im Laufe der Jahre auf nunmehr 50 Millionen Euro erhöht. Die daraus resultierenden Fördermittel betragen ca. 2,1 Millionen Euro. Die Stiftungserträge kommen ohne jeden Abzug den Förderthemen zugute.
Die Commerzbank-Stiftung fördert ausgewählte Einrichtungen und Initiativen, die mit tatkräftigem Engagement Aufgaben in kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Bereichen übernehmen und dadurch einen nachhaltigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Dabei arbeitet die Stiftung grundsätzlich fördernd, das heißt, sie konzipiert die Förderthemen nicht selbst und setzt keine eigenen Projekte um. In der Regel werden überregionale, zentrale Einrichtungen unterstützt. Zuschüsse für einzelne Personen können nicht gewährt werden.
In den vergangenen Jahren haben sich drei Schwerpunkte der Förderpolitik herausgebildet:
Im Zuge der Fusion beider Banken wurden die Stiftungen der Commerzbank und der Dresdner Bank in einem Stiftungszentrum organisatorisch zusammengefasst. Unter dieser Dachorganisation agieren die einzelnen Stiftungen weiterhin eigenständig.
Marion Denner, Telefon: 069 136 49263,
mh
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