Berufliche Weiterbildung: Teilhabe durch Barrierefreiheit

(30. Oktober 2017)

Presseinformation 3/2017

Internetplattform mit barrierefreien Weiterbildungsangeboten ab 2018 / Vielfältiges Beratungsangebot für sehbeeinträchtige Berufstätige und Weiterbildungsanbieter

Marburg, 11.10.2017- Ursula Weber, Vorsitzende des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS e.V.) findet klare Worte: "Bildungsförderung und Digitalisierung wurden im Vorfeld der Bundestagswahl parteipolitisch kaum thematisiert", sagt die selbst blinde Mitarbeiterin eines Telekommunikationskonzerns. Und ergänzt: "Auch das Thema Inklusion findet nur am Rand Eingang in die politische Diskussion".

Das soll sich ändern. Aus diesem Grund versammelten sich Kooperationspartner und Beirat des DVBS-Projekts iBoB - inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren - zum gegenseitigen Austausch in Kassel. Schwerpunktthema: Gleichberechtigte Teilhabe an Weiterbildung für blinde und sehbehinderte Berufstätige und Erwerbsfähige.

Konkret bedeutet das: Ab 2018 nehmen die iBoB-Verantwortlichen und ihre Projektpartner eine webbasierte Weiterbildungsplattform in Betrieb. Inhalt: Passende barrierefreie Bildungsangebote für sehbeeinträchtigte Bildungsinteressierte. Schließlich macht der rasante Wandel durch die Digitalisierung der Arbeitswelt auch vor Menschen mit Handicap nicht Halt. Die iBoB-Weiterbildungsplattform will blinden und sehbehinderten Arbeitnehmern durch attraktive Angebote eine gleichberechtige Teilhabe an beruflicher Weiterbildung ermöglichen. Bereits ab Ende Oktober stehen barrierefreie Angebote auf der iBoB-Webseite.

Umrahmt wird das Angebot von einer umfassenden Weiterbildungsberatung für betroffene Ratsuchende inklusive Mentoring, also der Begleitung weniger erfahrener Berufseinsteiger durch erfahrenere berufstätige Mentoren. Ab 2018 kommt ein Angebot zur Kompetenzfeststellung und Karriereberatung dazu. Ebenso ein Anforderungsprofil zur Beschreibung barrierefreier Weiterbildungsangebote sowie ein Kriterienkatalog zur Überprüfung von Unterlagen auf Barrierefreiheit sowie ein entsprechendes Kursangebot für Dozenten von Weiterbildungsträgern.

Das iBoB-Team und seine Partner aus Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken, Integrationsfachdiensten, Selbsthilfevereinigungen, Arbeitgeberverbänden, Vertretern der freien Wirtschaft und anderen Interessengruppen versprechen sich davon starke Impulse für die Sicherung von Teilhabechancen behinderter Menschen am Arbeitsmarkt. Am Ende sollen aber auch Arbeitgeber und Bildungsanbieter profitieren.

Das DVBS-Projekt iBoB wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Mitteln aus dem Ausgleichsfonds gefördert. Voraussichtliches Projektende ist im Oktober 2019. Das iBoB-Angebot ist während der gesamten Projektlaufzeit kostenfrei.
Savo Ivanic, iBoB Öffentlichkeitsarbeit


Kontakt:
iBoB - inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren
c/o DVBS e.V.
Frauenbergstraße 8, 35039 Marburg
Telefon: 06421 94888-0
E-Mail: ibob@dvbs-online.de
Internet: http://ibob.dvbs-online.de


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reos

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