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spezial 4: Kongress CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 10. Oktober 2007: Was behindert Arbeit?
Themenblock I
Sibylle Hausmanns: Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V.

Frage an Frau Hausmanns: Sie setzen sich seit 20 Jahren für Kinder und Jugendliche ein. Was ist aus Ihrer Sicht Vorraussetzung dafür, dass behinderte Menschen eine Möglichkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen?

Menschen mit und ohne Behinderung müssen sich von Anfang an begegnen. Im Moment steigt die Zahl der Förderschüler in der Bundesrepublik Deutschland. Wir geben nur 13 % der Förderschüler die Möglichkeit, die allgemeinbildenden Schulen zu besuchen. Stellen Sie sich vor, Menschen mit und ohne Behinderung lernen sich auf dem Spielplatz kennen im Alter von zwei Jahren. Im Alter von sechs Jahren trennen sich Ihre Wege. Wenn dann beide aus Ihren Schulen kommen, der eine aus der Förderschule, der andere aus der allgemeinbildenden Schule, dann haben die nichtbehinderten Menschen seit ewigen Zeiten keinen Kontakt mit behinderten Menschen gehabt. Ein Meister oder Personaler, der einstellen soll, wird keinen behinderten Menschen einstellen, weil er nicht gelernt hat, mit behinderten Menschen umzugehen. Und die Menschen mit Behinderungen haben nicht gelernt, sich unter nichtbehinderten Menschen zu bewegen. Beides ist aber wesentliche Voraussetzung dafür, um als Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Kontakt zu treten.

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