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Jetzt an Herrn Schwarzbach, den kennen einige von Ihnen noch aus Zeiten, in denen die ZAV für die Vermittlung schwerbehinderter Hochschulabsolventen zuständig war: Seit mehr als einem Jahr schulen Sie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Agenturen und ARGEn für die Beratung und Vermittlung schwerbehinderter Arbeitnehmer. Welche Erfahrungen haben Sie bei den Schulungen gemacht? Wie werden die Inhalte von den Teilnehmern der Kurse angenommen?
Reiner Schwarzbach, Mitarbeiter Auftragsprojekte, Teilprojekte Reha/SB bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit:
Aus der Erfahrung der Weiterbildung von Trainern - wir haben Veranstaltungen mit 200 Trainern gemacht - kann ich bekräftigen, was Herr Oks gesagt hat. Es war deutlich spürbar, dass viele Kolleginnen und Kollegen diesen neuen Arbeitsbereich noch nicht lang kennen und mit der Arbeit nur wenig vertraut waren. Sie hatten einen hohen Informationsbedarf.
Es war jedoch eine schöne Erfahrung zu sehen, dass die Menschen mit extrem hohem Engagement an ihre neue Aufgabe herangehen. Die Teilnehmer der Schulungen waren hoch motiviert. Die Evaluation der Schulungen hat deutlich werden lassen, wo sie für sich höheren Weiterbildungsbedarf sehen. Das fängt an bei Fit werden über Aktuelles wie z.B. das persönliches Budget, über Berufskunde, neue Berufsfelder, Wissen über Behinderungen und reicht zu spezieller Beratungsmethodik. Vielfach kam die Frage auf, wie Trainer stärker personenzentriert beraten können, also wie die Aktivitäten zu fokussieren sind. Ein ganz großes Thema war, welche Kriterien es gibt, um Förderungsmaßnahmen effizient einsetzen zu können, um nicht am falschen Ende zu sparen. Aber die Mittel sollen auch nicht fruchtlos eingesetzt werden. Das waren die für die Teilnehmenden wichtigsten Themen.
Daran werden wir noch stärker arbeiten müssen. Es ist hilfreich, dass wir mit dem Handlungsprogramm den neuen Mitarbeiter Leitlinien an die Hand geben können, an denen sie sich lang hangeln können. Denn in dem Bereich der Vermittlung und der Beratung schwerbehinderter Arbeitnehmer ist das nötige Know How nicht in einem halben Jahr zu erlangen. Das braucht 2 bis 3 Jahre. Das sind die Erfahrungen aus den Workshops dieses Jahres.
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