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spezial 4: Kongress CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 10. Oktober 2007: Was behindert Arbeit?
Themenblock II
Christian Somogyi: Beauftragter des Arbeitgebers in Angelegenheiten der schwerbehinderten Menschen bei der Fraport AG

Ein weiteres Beispiel gelungener Eingliederung. Herr Somogyi ist hier von der Fraport AG. Er ist Beauftragter des Arbeitgebers für die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen. Das besondere ist, dass über 8 % der Mitarbeiter bei der Fraport AG schwerbehindert sind. Wie klappt das?

Wie das klappt? Das ist ein einfaches Rezept. Die Akzeptanz bei meinem Arbeitgeber ist da. Die Vorgesetzten und Kollegen müssen das leben. Es ist wichtig, das ins Unternehmen zu transportieren. Ich bedanke mich dafür, dass wir uns kurz vorstellen können heute.

Die Fraport AG ist die Eigentümerin und der Betreiber des Flughafen Frankfurt-Main. Seit 2001 sind wir börsennotiert. Das alles erzähle ich, damit wir die Ausgangsposition kennen. Wir haben mit fast 53 Millionen Passagieren Platz 8 im internationalen Vergleich des Passagieraufkommens belegt. Wir möchten durch den Flughafenausbau eine Steigerung der stündlichen Flugbewegungen von 80 auf 120 erreichen.

Unsere Personalstruktur: In den Beteiligungsunternehmen sind über 17.000 MitarbeiterInnen beschäftigt, bei der AG direkt fast 13.000. Insgesamt haben wir ca. 30.000 Beschäftigte. Insgesamt gibt es ca. 500 verschiedene Arbeitsstätten und Betriebe am Flughafen; die Zahl der Gesamtbeschäftigten am Standort Flughafen Frankfurt aller Unternehmen beträgt ca. 70.000. Unsere Schwerbehindertenquote bei der AG liegt bei 8,13 %. Das sind über 900 schwerbehinderte Mitarbeiter. Hier ist eine gewisse Kontinuität zu erkennen. Bei der Fraport AG sind Prozesse nach wirtschaftlichen und kundenorientierten Kriterien ausgerichtet. Es gilt, wirtschaftliche und soziale Kompetenzen in Einklang zu bringen.

Jährlich vergeben wir an die Werkstätten für Behinderte (WfB) Aufträge in einer Größenordnung von ca. 450.000 € Wir geben die Aufträge lieber in eine Werkstatt statt nach Osteuropa oder in den asiatischen Raum.

Herzstück der Integrationsvereinbarung und des Betrieblichen Eingliederungsmanagements sind die "Runden Tische". Mit den Verantwortlichen und dem betroffenen Beschäftigten wird versucht, eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten und entsprechend umzusetzen.

2007 hatten wir insgesamt 47 "Runde Tische" im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements und 59 "Runde Tische" im Rahmen der Integrationsvereinbarung. Weitere Daten siehe Präsentation.

Vielleicht noch mal einige wichtige Fakten. Ich habe Zahlen zu den Funktionseinschränkungen der Mitarbeiter mitgebracht, die nach den Bescheiden bei uns eingehen. Dabei ist eine Erkrankung des Bewegungsapparates mit 47 % häufigster Grund für einen Arbeitsausfall. Psychische Erkrankungen liegen bei 8 %. Weiterhin gibt es 2% Tumore, 2% Sehbehinderungen, 5% neurologische Erkrankungen, 2% Erkrankung der Hörorgane, 26% innere Organe und 8 % sonstige Erkrankungen

Wir haben als Unternehmen ein großes Interesse daran, dass Integration nicht nur ein Schlagwort ist, sondern auch bei Fraport gelebt wird.

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