Projekt agnes@work

Im August 2020 hat der DVBS sein neues, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln der Ausgleichsabgabe gefördertes Projekt agnes@work gestartet. „agnes“ steht für „Agiles Netzwerk für sehbeeinträchtigte Berufsstätige - Beratungs- und Kompetenznetzwerk am Arbeitsplatz“. Projektlaufzeit ist bis Mai 2023.

Ausgangssituation

Für die Bedarfe der schätzungsweise 60.000 blinden und sehbehinderten Berufstätigen in Deutschland sind nicht immer adäquate Unterstützungsstrukturen vorhanden. Vor allem bei Fragen zu Empowerment oder psychosozialen Herausforderungen. Außerdem treten die Betroffenen in aller Regel vereinzelt auf und sind damit schwer erreichbar. Hier setzt agnes@work an.

Projektziel

Projektziel ist die Etablierung einer fachübergreifenden Unterstützungsstruktur für sehbeeinträchtigte Erwerbstätige. Zum einen durch multiprofessionelle Expertenteams, sogenannte Task Forces, die gezielt am Arbeitsplatz beraten und unterstützen; zum anderen durch Informationen, Schulungen und Vernetzung beteiligter Akteure wie Schwerbehindertenvertretungen (SBV), Betriebsräte, Inklusionsbeauftragte, Krankenkassen, Jobcenter oder Deutscher Rentenversicherung. Dabei bindet das Projekt sehbeeinträchtigte Menschen als Experten in eigener Sache mit ein. So soll die berufliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Berufstätiger und deren Ansprüche auf inklusive berufliche Entwicklung und Weiterbildung auch angesichts der laufenden digitalen Transformation, die seit Beginn der Corona-Krise noch rasanter voranschreitet, gewährleistet werden.

Einbindung in die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS)

agnes@work profitiert von den Ergebnissen der Projekte iBoB und AKTILA-BS. Ein zentraler iBoB-Baustein, die bundesweit nutzbare barrierefreie Weiterbildungsplattform https://weiterbildung.dvbs-online.de mit zahlreichen barrierefreien Bildungsangeboten, steht Interessierten weiterhin zur Verfügung und soll im Rahmen von agnes@work in die Strukturen der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) der Bundesregierung eingebunden werden. Eine kritisch-konstruktive Begleitung der NWS flankiert das Projekt und soll für mehr Berücksichtigung des Themas Barrierefreiheit sorgen.

Partner und Beiräte

Die agnes@work-Projektpartner und Beiräte decken ein breites Spektrum ab. Die Palette reicht von Interessengruppen Betroffener und SBV-Arbeitsgemeinschaften über Wissenschaft und Selbsthilfe bis zu Berufsförderungswerken und Sozialleistungsträgern

Die bisherigen Partner sind:

  • Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen des Bundes (agsvb)
  • BBW Soest
  • BFW Düren
  • BFW Halle
  • BFW Würzburg
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der betrieblichen Schwerbehindertenvertretungen in Deutschland e.V. (bbsdev)
  • Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)
  • Inklusionsamt Arbeit, LWL
  • Interessengemeinschaft der betrieblichen Behindertenvertreter der deutschen Wirtschaft (IBW)
  • Jobcenter Frankfurt/Main Ost
  • Netzwerk blinder und sehbehinderter Beschäftigter in der Sparkassenorganisation
  • Nikolauspflege Stuttgart
  • Philipps-Universität Marburg,
  • Universität Hamburg
  • UnternehmensForum e.V.

Bisherige Mitglieder des Projektbeirates, der das Projekt strategisch begleitet, sind:

  • Bundesagentur für Arbeit (BA)
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der BFWs für sehgeschädigte Menschen
  • Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV)
  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
  • Hochschule der Medien Stuttgart (HdM)
  • IG Metall
  • Institut der deutschen Wirtschaft / REHADAT
  • PRO RETINA Deutschland e.V.
  • Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt GmbH (SGD)
  • Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Weitere Partner werden voraussichtlich dazukommen.

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